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Fotowalk neben der letzten noch aktiven Steinkohlen-Zeche im Ruhrgebiet

Endlich Frühling. Nach Studiofotografie und Debüt-Ausstellung im Blücherturm in Essen-Rellinghausen, geht es endlich wieder raus zum ersten gemeinsamen Fotowalk in diesem Jahr. Fotowalk? Das war schon eine kleine Fotowanderung mit Aufstieg zum Gipfelkreuz und darüber hinaus zum eigentlichen Ziel, der Installation „Totems“ von Agustin Ibarrola am Kraterrand der Halde Haniel in Bottrop-Fuhlenbrock.

Nicht immer finden wir den „offiziellen“ Wanderweg zum Ziel.

Aber vielleicht liegt auch darin der Reiz an dieser Halde, die zeitweilig an eine Wüstenlandschaft neben einem erloschenen Vulkan erinnert. So bietet die schroffe Schuttlandschaft auch kleinere Foto-Szenarien neben der Hauptattraktion.

Die farbigen Pfähle, allesamt aus Grubenholz hergestellt, bieten eine schier unendliche Zahl an Perspektiven, sowohl im Detail, wie auch in der Totale.

 

Bei der Suche nach dem nächsten Fotomotiv gleitet der Blick immer wieder zum Förderturm der Zeche Prosper Haniel am Fuß der Halde. Die Räder des Doppelbock-Fördergerüsts drehen sich immer wieder, mal schneller – mal langsamer. Ein Zeichen für Arbeitsaktivitäten auch heute am Samstagmorgen. Noch! Schon komisch, damit soll am Ende des Jahres Schluss sein? Flüchtige Gedanken zum „alten Ruhrgebiet“, bevor sich die nächste schöne Fotoperspektive bietet und die Konzentration ist wieder bei dem „neuen Ruhrgebiet“ liegt: der Kunst inmitten der Industriekultur.

 

 

 

Bei gutem Licht und trockenem Wetter war es ein gelungener Start in die neue Outdoor-Fotosaison. Neben zahlreichen Totem-Bildern im „Kasten“ können wir darüber hinaus 120 Höhenmeter und 7 km Wanderstrecke verbuchen. Hier ist halt die „Bergwanderwelt“ des Flachlands mit seinen eigenen Fernblicken vom Gipfel.

Ein Wiederkommen bei anderen Lichtverhältnissen, vielleicht bei Sonnenauf- oder -untergang wird jedenfalls auf der langen To-do-Liste vermerkt.